CPU oder GPU, das ist oftmals die Frage bei vielen Gamern, die einen neuen PC kaufen möchten. Doch was ist wirklich sinnvoll, wo kann man sparen und was bringt euch am Ende die gewünschte Framerate? Auch unsere Kunden fragen uns sehr oft, ob die CPU oder die GPU am Wichtigsten ist. Wir möchten euch hier einen kurzen theoretischen Überblick geben, was für welche Anwendungen entscheidend ist.

Was sind CPU und GPU?

Spricht man von einem Prozessor, kann es sich um die zentrale Recheneinheit (CPU / Central Processing Unit) oder den Grafikchip (GPU / Graphics Processing Unit) handeln. Während die CPU grundlegende Aufgaben übernimmt, wie beispielsweise das Berechnen von Hintergrundprozessen bei Spielen, berechnet die GPU ausschließlich die Grafik, Grafikverbesserungen und so weiter. Dabei sorgt die Grafikkarte für eine „flüssige“ Darstellung mit einer bestimmten Anzahl an Bildern oder auch Frames genannt. Die Framerate sorgt für ein angenehmes, flüssiges Bild. Generell gilt AB einer Bildwiederholrate von 30 Bildern pro Sekunde fängt das menschliche Auge an ein Spiel als flüssig zu betrachten. Je mehr Bilder die Grafikkarte berechnen kann, desto flüssiger und sauberer wirkt das Bild. Die CPU unterstützt die Grafikkarte bei der Berechnung von Prozessen, die nicht oder nur langsam über die GPU berechnet werden können.

Prozessoren, egal ob Grafik oder der Hauptprozessor sind kleine technische Wunder

Gibt es CPU-lastige Spiele?

Viele Gamer reden oft von CPU-lastigen Spielen, die überwiegend die CPU nutzen. Doch ist das oftmals ein leichter Trugschluss, denn diese Spiele werden nicht über die CPU berechnet, sondern wurden einfach besser optimiert. So nutzt ein Battlefield 1 gerne seine 12 Prozessorkerne, während andere Spiele nur vier Kerne nutzen. Kann ein Spiel den Prozessor für zahlreiche Prozesse nutzen, kann es daher zu mehr FPS kommen. Games lieben dabei vor allem sehr hohe Taktraten, weshalb Intel Prozessoren auch im Ryzen-Zeitalter noch die schnellsten Spiele-CPUs sind. Im Durchschnitt entscheidet aber beim Spielen immer die Grafikkarte, da sie die Hauptarbeit übernimmt. Natürlich können aber mittlerweile mehr Games den Prozessor für ihre Dienste benutzen. Ein gutes Beispiel ist auch Assassins Creed Origins, das besonders auf einem Intel Core i7 8700K Prozessor mehr Frames generieren kann, als ältere Modelle. Hier kann der Prozessor wichtige Aufgaben übernehmen und die Grafikkarte entlasten, die mehr FPS zustande bringt.

Bedenkt: Die GRAFIKkarte sorgt für Bilder, nicht der Prozessor. Ein dicker Core i7 bringt euch nichts in der Bilddarstellung, wenn ihr ihm nur eine GTX 1050 zur Seite stellt.

Das Magazin „Computerbase“ hat einen interessanten Artikel veröffentlicht, der zeigt wie gering die Unterschiede der einzelnen Prozessoren in Games sind.

Die Grafikkarte ist und bleibt für Gamer das Wichtigste Utensil im PC

Kann man mit günstigen Prozessoren spielen?

Diese Frage stellen sich sehr viele Gamer, denn oftmals hört man davon, dass die CPU eigentlich die treibende Kraft im PC ist. Doch wenn es um Spiele geht, dann kann die CPU (je nach Spiel) schnell komplett in den Hintergrund rücken. Ein gutes Beispiel zeigt das Video vom Youtuber „Hardbloxx“, der einen Pentium sowie einen AMD Ryzen 1200 mit einer NVIDIA Geforce GTX 1080 Ti betrieben hat. Das Ergebnis ist in den Spielen „PUBG“ und „GTA V“ eindeutig. Denn hier sieht man wunderbar, dass ein Aufrüst-PC als aller erstes viel mehr eine Grafikkarte benötigt.

Beachtet: Manche Spiele nutzen trotzdem eine CPU besser aus als manch andere. Die Aussage „CPU lastige Spiele“ existiert allerdings nicht, denn kein Spiel ist CPU-lastig, sondern nutzt den Prozessor ausschließlich besser.

Der Aufrüstgedanke

Eine andere Herangehensweise vieler Gamer ist einen PC zu kaufen, der einen dicken Prozessor aber nur eine kleine Grafikkarte besitzt. Dadurch lässt sich der PC später einfacher aufrüsten, denn das Austauschen einer Grafikkarte geht oftmals schneller von der Hand, als das Wechseln des Prozessors. Wobei auch der Austausch der CPU kein Kraftakt ist und in wenigen Minuten durchgeführt werden kann.

Gamer sollten aber stets bedenken, dass sie in ihrem Hobby eingeschränkt werden, wenn das Budget überwiegend in die CPU fließt. Für Spiele wie CSGO, League of Legends und Co mag ein i7 zusammen mit einer GTX 1050 Ti kein Problem darstellen. Möchtet ihr allerdings The Witcher 3 auf maximalen Einstellungen spielen, kann euch auch der Core i7 nicht helfen, da die Grafikkarte das Hauptproblem ist.

Die beste Lösung für einen PC ist immer eine ausgewogene Konfiguration. Eine alte Regel besagt, dass die Grafikkarte ca. 1/3 des gesamten PC-Budgets einnehmen sollte, um das beste Spieleerlebnis zu schaffen.

Das Austauschen der Grafikkarte ist nicht unbedingt einfacher als das Tauschen der CPU. Beides ist mit wenigen Handgriffen erledigt.

Die passende Hardware für euch

Für Hohe Details auf FullHD

Möchtet ihr einige einfache Games, ohne großartige Grafikpracht spielen, reicht oftmals schon ein günstiger PC von uns, der rund 800 bis 900 Euro kostet. Hier ist oft ein kleiner Ryzen Vierkernprozessor verbaut, der von einer GTX 1060 unterstützt wird. Diese Kombination berechnet euch Spiele wie GTA 5 in hohen Einstellungen mit rund 70-80 Frames. Auch PUBG läuft auf diesen PCs mit ca 60 FPS auf mittleren bis hohen Einstellungen.

WQHD@144 Hz

Darf es gerne mehr sein oder wollt ihr Zukunftssicherheit, wählt einen PC mit stärkeren Grafikkarten, die von kräftigen Prozessoren unterstützt werden. Mittelklasse-Modelle starten mit einem AMD Ryzen 1600X oder einem Core i5 8400 zusammen mit einer GTX 1070 / 1070 Ti. Darf es allerdings gerne etwas mehr sein, da ihr auf eurem WQHD-Monitor mit 144 Hz spielen möchtet, dann verbauen wir euch sehr gerne auch eine GTX 1080 / GTX 1080 Ti und einen Core i5 8600K oder i7 8700K. Diese Kombinationen sind überaus zukunftssicher und performant für alle Bereiche.

Möchtet ihr euch einen neuen PC kaufen, kauft diese Option, nennt uns eure Wunschspiele und euer maximales Budget und wir bauen euch den besten PC – natürlich mit Liebe und Performance mit Hass 😉


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